21. Türl: Brauerei Gratzer Hermann

Brauerei Gratzer, Alois Gratzer - Obertiefenbach 26 - 8224 Kaindorf – Website

Gratzer Hermann

Gratzer Hermann

Gratzer Hermann

Gratzer Hermann

Hinter Türchen #21 kommt das erste Bier aus der Steiermark: Hermann aus der Brauerei Gratzer. Noch vorm öffnen fällt das ungewöhnliche Etikett zum ungewohnten Namen auf: Wie gesagt Hermann nennt es sich und ein Bär ist darauf zu sehen – das hat Methode in dieser jungen Brauerei! (mehr dazu unten…). Beim Hermann handelt es sich um ein Dunkelbier mit wunderbarer Süße. Die Kohlensäure ist angenehm, der Schaum relativ stabil. Der Duft geht fast ins schokoladig-karamellige. Die dunkle Farbei kommt durch die Röstung zustande und genau diese Aroman passen sehr gut dazu. Die Stammwürze von 15,4° und den relativ hohen Alkoholgehalt von 6,5 % vol.alc. machen es zu einem wirklich tollen Genießerbier – besonders im Winter! Bei den österr. Staatsmeisterschaften 2012 konnte Hermann eine goldene und eine Silbermedaille holen!

zur Brauerei: vor über 10 Jahren gründete Braumeister und Diplom-Sommelier Alois Gratzer in der Oststeiermark seine CO2-neutrale Brauerei. Das Markenzeichen ist ein Hase – laut der Webseite hat Gratzer mit 15 sein erstes Bier gebraut und so sein Haustier verkosten lassen – eine wirklich schöne Markenlegende! Die verschiedenen Biere tragen keine Sortenbezeichnung sondern Namen (auf der Webseite zum heutigen Tag sechs verschiedene): Johann, Friedrich, Trude, Hermann, Ludwig und Diana. Allesamt sind Spezialbiere, so handelt es sich bei Diana um ein Bier, das nur zu Vollmond eingebraut wird! Eine junge, innovative Brauerei mit Köstlichkeiten die allesamt zum durchgenießen einladen!

20. Türl: Golser Rotgold

Pannonia Brauerei Gols GmbH - Sandgrube 1a – 7122 Gols – Website

Golser Rotgold

Golser Rotgold

Golser Rotgold

Golser Rotgold

Vom ehemaligen Österreich geht es hinter Tür Nummer 20 in unser jüngstes Bundesland und zu einer Brauerei von dem ich dieses Jahr schon beim Wellness am Neusiedler See eine andere Sorte verkosten konnte. Heute gibt es ein Golser Rotgold, ein Wiener Lager in einer fast schon rötlichen Farbe. Durch Röstung kommt nicht nur die Farbe sondern auch ein leichter Karamellton. Die Kohlensäure ist angenehm und der Schaum bleibt relativ stabil. Alles in allem ein wunderbares Bier aus einer doch stark weindominierten Gegend!

zur Brauerei: zur Geschichte der Brauerei ist nicht viel zu erfahren: Gebraut wird nach dem Reinheitsgebot von 1516 und das Unternehmen befindet sich zu 100 % im Familienbesitz. Für Gruppen ab 10 Personen werden Braukurse angeboten – nähere Infos auf der Webseite.

19. Türl: Brauerei Forst 1857

Brauerei Forst AG (Birra Forst SpA) - Vinschgauerstraße 8 - I-39022 Forst/Algund – Website

Forst 1857

Forst 1857

Forst 1857

Forst 1857

Nicht einmal eine Woche bist Weihnachten und schon kommt die erste wirkliche Überraschung aus dem Kalender: ein Südtiroler Helles Lager, Forst 1857 kommt hier zur Verkostung heraus. Und in der Tat ist es wirklich ein schönes hellgoldenes Bier mit relativ viel Kohlensäure (es gehört sicher zu den sprudelnsten der letzten 19 Tage) und einem schönem, dichten Schaum. Der Geschmack ist einem Hellen Lager entsprechend nicht allzu intensiv aber trotzdem nicht wässrig oder ungut und leicht bitter im Abgang. Die Webseite empfiehlt das Bier mit 4,8 % vol.alc. zu Käse, Pasta und Fisch – also wirklich perfekt für die italienische Küche.

zur Brauerei: gegründet wurde das Unternehmen 1857 von zwei Unternehmern und 1863 von Josef Fuchs übernommen, der das Unternehmen ausgebaute und dessen Familie noch heute das Unternehmen führt. Das Bier wird nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut sondern gemäß dem italienischen Lebensmittelkodex und das erlaubt auch andere Getreidesorten – in dem Fall Maisgriez. Die Brauerei führt teilweise auch selbst Gasthöfe in großen Südtiroler Städten und auch in Triest. Außerdem ist sie Sponsor des FC Südtirol und weiterer südtiroler Sportvereine.

18. Türl: Franziskaner Weissbier

Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH - Marsstraße 46-48 – D-80335 München – Website

Franziskaner Weissbier

Franziskaner Weissbier

Franziskaner Weissbier

Franziskaner Weissbier

Hinter Tür #18 verbirgt sich wieder ein Gruß aus dem benachbarten Bayern. Anders als die bisherigen Biere, die großteils in Familienhand sind, gehört Franziskaner als Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH, die zur Spaten-Löwenbräu-Gruppe, die wiederum zu Anheuser-Busch InBev gehört (u.a. Beck’s, Hasseröder, Leffe, Stella Artois…). Franziskaner existiert heute nur noch als eingetragene Marke und wird als orig. Münchner Bier in der Löwenbräu AG eingebraut. Aber jetzt zum Bier: Trotz der Konzernstruktur gehört das Franzsikaner Weizen immer noch zu einem der besten Weißbiere. Der Duft ist süß (fast schon Banane) und der Schaum bildet eine wirklich stabile Haube ohne große Einschenkkünste :). Das Franziskaner ist sicher für Anfänger als Einstieg ins “Weißbiertrinken” zu empfehlen als auch für einen feinen Genuss zwischendurch für schon “Kenner”.

zur (ursprünglichen) Brauerei: 1363 erstmals als „Bräustatt bey den Franziskanern“ als erste bürgerliche Brauerei in München erwähnt, kommt der Name vom Franziskanerkloster schräg gegenüber. 1841 übersiedelt die Brauerei in die östliche Vorstadt, und nach ersten Beteiligungen kommt sie 1858 in den Alleinbesitz von Gabriel Sedlmayr, dem Besitzer des Spatenbräus. 1872 wird mit dem Schottenhamelzelt am Oktoberfest das sog. “Ur-Märzen” ausgeschenkt. 1909 wird das Unternehmen in eine AG umgewandelt und erstmals der Mönch als Markenzeichen eingesetzt. 1964 wird erstmal Weißbier gebraut.

17. Türl: Grieskirchner Pils

Brauerei Grieskirchen GmbH - Stadtplatz 14 – 4710 Grieskirchen – Website

Grieskirchner Pils

Grieskirchner Pils

Grieskirchner Pils

Grieskirchner Pils

Hinter Türchen Nummero 17 verbirgt sich ein weiteres Mal ein Gruß aus dem Bierbundesland Oberösterreich: ein Pils der Brauerei Grieskirchen. Ein schön goldgelbes Bier kommt in’s Glas mit leichter Kohlensäure und einem (für ein Pils extra) schönem Schaum. Der Geschmack ist für das Pils typisch hopfig bitter aber in keinster Weise unangenehm! Während des Trinkens ist auch eine leichte Süße merkbar, die das Bier sehr angenehm zu trinken macht, mit 4,8 % vol.alc. ist es auch ohne Angst vor zu viel Einfluss zu trinken :)

zur Brauerei: seit August dJ hält Marcus Mautner Markhof 90,5 % der GmbH – die restlichen 9,5 % halten 27 (meist) lokale Gesellschafter. Erstmals erwähnt wurde die Brauerei in der /damaligen) königl.-bayr. Grenzstadt 1569. Ihr wichtigstes Produkt ist das obig beschriebene Pils, daneben werden zahlreiche andere Biersorten eingebraut.

16. Türl: Kekserlzeit

Hinter Türchen Nummer 16 verbirgt sich (leider) kein Bier sondern ein Keksausstecher um viele kleine Krüge zu backen und zwei Rezepte dazu!

Mein Keksvorrat für dieses Jahr ist schon vollendet – darum wird das erst nächstes Jahr zum Einsatz kommen… Obwohl Kekse kann man ja auch unterm Jahr mal backen ;)

Kalea Keksausstecher Bier

Kalea Keksausstecher Bier

15. Türl: Brauerei Hofstetten – Hochland Bio Honigbock

Brauerei Hofstetten Krammer GmbH & Co KG - Adsdorf 5 - 4113 St. Martin / Mühlkreis – Website

Hofstetten Hochland Bio Honigbock Vintage 2011

Hofstetten Hochland Bio Honigbock Vintage 2011

Hofstetten Hochland Bio Honigbock Vintage 2011

Hofstetten Hochland Bio Honigbock Vintage 2011

Hinter dem Türchen 15 verbirgt sich eine ganz besondere Spezialität aus dem Mühlviertel: einen Hochland Bio Honigbock Vintage 2011. Eine hellgoldene Farbe im Glas und wenig Schaum glänzen im Glas und man kann schon etwas Honig riechen. Die Webseite empfiehlt die Flasche etwa 20-30 min vor Genuss aus dem Kühlschrank zu nehmen um die Geschmacksvielfalt besser erleben zu können. Das empfiehlt sich auch wirklich weil je mehr sich das Bier der Zimmertemperatur nähert, desto spannender ist der Geschmack. Der mit eingebraute Lindenblütenhonig ist mit steigender Temperatur immer besser bemerkbar. Der Honig gibt dem sonst eher starken und bittersüßen Bock eine feine und leicht trinkbare Note. Die Kohlensäure ist nicht sehr vorherrschend. Der Alkoholgehalt von 8,8 % vol.alc. macht es, wie die meisten Bockbiere, zu einem Genießerbier und zu keinem “Ausgehbier” – für die kalten Dezembertage ein wirklich empfehlenswerter Genuss!!

zur Brauerei: 1449 ist erstmals eine Brauerei in Hofstetten beurkundet – mit diesem Jahr ist die Brauerei im Guinness Buch der Rekorde die älteste Brauerei Österreichs. 1847 ersteht Paul Krammer das überschuldete Unternehmen, dass heute in 5. Generation die Brauerei führt. Der Honig kommt von den Mühlviertler Hochlandimker die ebenso wie das Bier auch rein biologisch produzieren!

14. Türl: Neufeldner Bio-Brauerei s’Hopferl

Neufeldner BioBrauerei GmbH - Bräuhausgasse 3 - 4120 Neufelden – Website

Neufeldner Bio-Brauerei s'Hopferl

Neufeldner Bio-Brauerei s’Hopferl

Neufeldner Bio-Brauerei s'Hopferl

Neufeldner Bio-Brauerei s’Hopferl

Mit Türchen 14 kehren wir wieder zurück nach Österreich, genauer gesagt ins Mühlviertel (Oberösterreich) zur Neufeldner Bio-Brauerei und ihrem “s’Hopferl”. Ein helles Bier, wunderschön im Glas und auch mit schönem Schaum wartet hier. Die Kohlensäure ist spritzig aber nicht unangenehm, die Stammwürze beträgt 12,3° und der Alkoholgehalt mit 5,2 % liegen im Normal. Der Geschmack ist angenehm aber genau sowenig spektakulär – einfach ein gutes Bier :) – und bereits das 5. Bio-Bier im Adventskalender!

zur Brauerei: die Brauerei hat eine wechselvolle und abenteuerliche Geschichte. Bereits 1523 ist eine Brauerei des Bistum Passau vermerkt, 1649 eine Brauerei der Marktkommune Neufelden. 1865 wurde es “privatisiert” und bis 1986 durch diese Familie geführt. 1986 übernahm die Brau AG die Brauerei und schloss diese. In den 90er-Jahren wurde die Brauerei in Neufelden wiederbelebt, konnte sich allerdings nur bis 200 halten – nach dem Konkurs führte der neue Eigentümer die Brauerei weiter – wieder bis zum Konkurs 2009. 2011 übernahm die Welser Unternehmerfamilie Meir und machten sie zur ersten Bio-Brauerei Oberösterreichs und brauen (lt. Webseite) derzeit 4 Sorten (s’Hopfer, s’Zwickl, s’Weizenbock und Mühlviertler Weisse).

13. Türl: Welde Naturstoff

Weldebräu GmbH & Co KG – Brauereistr. 1 – D-68723 Plankstadt – Website

Welde Naturstoff

Welde Naturstoff

Welde Naturstoff

Welde Naturstoff

Hinter dem Türl von Freitag dem 13. befindet sich ein weiteres Bier aus der Bundesrepublik und zwar genauer gesagt aus Baden. Es handelt sich um “Welde Naturstoff”, ein naturtrübes Kellerbier (also ein Zwickl). Die Farbe ist golden und da es unfiltriert ist schaut es sehr schön im Glas aus. Der Schaum ist relativ standhaft und der Geschmack ist typisch für das Zwickel leicht malzig und der typisch geringere Kohlensäuregehalt macht es süffig und natürlich sollte noch erwähnt werden, dass der Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen höher ist, da es wie erwähnt unfiltriert ist. Besonders zu erwähnen sei sicher auch die kreative Flasche mit einem leicht gebogenen Hals :). Zudem sollte auch bemerkt werden dass es, wie schon häufiger im Bieradventkalender, Bio-zertifiziert ist.

zur Brauerei: 1752 vergab der pfälzische Kurfürst Carl Theodor erstmals eine Brauereilizenz an einen Privaten. 1888 übernahm der Namensgeber Welde die Brauerei und vererbte sie seinem Schwiegersohn, der 1950 die Braurei an dessen Schwiegersohn Spielmann weitergab. So ist die Brauerei bereits seit über 100 Jahren unter Familienführung.

12. Türl: Gaffel Kölsch

Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. OHG - Eigelstein 41 – D-50668 Köln – Website

Gaffel Kölsch

Gaffel Kölsch

Gaffel Kölsch

Gaffel Kölsch

Zur Halbzeit gibt es eine Überraschung vom Rhein (noch dazu eine größere ;) ): ein 0,5 Gaffel Kölsch aus der jäcken Stadt am Rhein. Gemäß der Kölsch-Konvention von 1985 müssen diese folgende Kriterien erfüllen: obergäriges, helles, gefiltertes Vollbier, hopfenbetont und ausschließlich in Köln hergestellt. Damit ist auch alles zum Gaffel-Kölsch gesagt, denn als zweitgrößte Kölschbrauerei liefert es natürlich auch astrein das vorgeschriebene. Leider hab ich kein original Kölsch-Glas (0,2 dünnwandig und gerade “Stange”) – darum muss ein Seidl-Glas herhalten (immerhin dünnwandig!).

zur Brauerei: der Name Gaffel leitet sich von den Kölner Gaffeln ab, der die Politik der Zünfte und Handelsherren leitete und durch die erste demokratische Stadtverfassung 1396 legitimiert wurden. Schon 1302 wird am Grundstück eine Brauerei mit hervorragender Wasserqualität erwähnt samt Gaststätte “zum Leyfen”. Es folgten zahlreiche Namensänderungen bis die Gebrüder Becker die Gaststätte und die dazugehörige Brauerei erwarben und sie schließlich in “in der Gaffel” umbenannten. Das Unternehmen befindet sich weiterhin im Familienbesitz und ist auf den Ausstoß bezogen der zweitgrößte Kölsch-Hersteller.